Die Stücke der Saison 2022/23

19. September – 1. Oktober 2022
Di-Sa um 19:30 Uhr

Es gibt Schlimmeres, als nicht zu wissen, was die eigene Leistung ist und trotzdem gut zu verdienen.

Systemrelevanz, Bullshitjob und Inflation. Die Arbeitswelt scheint im Moment ungleicher und undurchsichtiger denn je. Während die einen das System am Laufen halten und andere versuchen, sich mit kreativem Multitasking durchzuschlagen, sitzen wieder andere ihre Zeit tot und warten auf fette Bonuszahlungen. Und das nicht nur bei Jobs mit Berufsbezeichnungen, bei denen selbst die Ausführenden nicht genau wissen, was sie eigentlich sind. Doch selbst ein Assistant Localization Manager, ein Special Project and Policy Support Officer oder ein Digital Product Project Manager würden trotz Boreout und Unzufriedenheit gerade jetzt auf finanzielle Absicherung nicht verzichten können.

Inspiriert von David Graebers Studie zum Phänomen der Bullshitjobs macht sich unsere groteske Büro-Arbeit auf die Suche nach Sinn und Unsinn der Arbeit. Ausgehend von der Portierloge durchdringt sie die fiktionale Firma Transparent Solutions und arbeitet sich hoch bis zum Mittleren Management. Das Chief Happiness Management hält seine Türen stets für alle offen und arbeitet beflissen an der Moral der Belegschaft. Aber die viel zitierte Hölle wird immer spürbarer, und bald kommen Zweifel auf, ob sich die Figuren nicht schon mittendrin befinden.

Textfassung, Regie: Katrin Hammerl
Dramaturgie: Anna Laner
Bühne, Kostüm: Elisabeth Vogetseder
Musik: Simon Dietersdorfer
Es spielen: Martin Hemmer, Dolores Winkler

Das Projekt wird gefördert von: Kulturabteilung des Magistrats der Stadt Wien, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Foto: Barbara Pálffy

20. September – 1. Oktober 2022
Di-Sa um 20 Uhr

back due to popular demand

vienna theatre project presents this phenomenal, award-winning Broadway and West End hit. Through a series of iconic songs and storytelling, we capture the brilliant singer Billie Holiday as a simultaneously strong and desperate figure who finds some solace in her songs, but more in her own personal “moonlight” of drugs, booze and memories. This moving piece is far from a simple songbook, it is a powerful struggle.

Book a seat at the venue. The time is 1959. The place is a seedy bar in Philadelphia. The audience is about to witness one of Billie Holiday’s last performances, given four months before her death. More than a dozen musical numbers are interlaced with salty, often humorous reminiscences to project a riveting portrait of the lady and her music.

TRAILER

Williams embodies Billie Holiday on stage with extraordinary charisma and presence. The interaction with the grandiose jazz band Fagner Wesley Trio is also great. Absolutely worth seeing.
Kultur-Schatulle

Thanks to Lynne Ann Williams' convincing commitment, the show is a great success.
FALTER

Stage Director: Joanna Godwin-Seidl
Music Director: Fagner Wesley
Fagner Wesley Trio: Piano: Fagner Wesley  Bass: Michael Acker  Drums: Jonathan Sarikoski
Starring: Lynne Ann Williams

Co-Producer: Dave Moskin, Ine Gundersveen
Performance licence: Gersh Agency
 

Foto: Ine Gundersveen

5. – 8., 11. und 12. Oktober 2022
um 19:30 Uhr

Angebote und Buchungen für Schulen: THEATER & SCHULE

Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges

Ich schäme mich fast ein wenig dafür, nichts Anständiges zu haben. Krebs oder so. Da sagt keiner: „Ich hab manchmal auch so Geschwüre. Aber dann hab ich mir lachende Katzenbabys angeschaut, da ging das wieder. Ist alles eine Frage der Einstellung.“

In Morgen ist leider auch noch ein Tag wird das Tabuthema Depression aufgeknackt und humorvoll seziert. Roman Blumenschein erzählt in seinem Theatersolo von einem Menschen mit Depression und dessen Versuch, den Alltag und das Leben zu meistern.

Dieser mit feinsinniger Selbstironie und hinreißend ernstem Humor gestaltete Monolog ist einerseits in der Analyse dessen, wie Umfeld und Betroffene diese Krankheit erleben und nicht anerkennen wollen, so messerscharf am Punkt und gleichzeitig trotz aller aufgezeigten Abgründe so herzerwärmend ermutigend, dass man diesen Theaterabend eigentlich als Sozialprophylaxe sehen und empfehlen muss.
MeinBezirk.at

Seelische Abgründe, heiter erzählt. Roman Blumenschein spielt die inneren und äußeren Facetten der Diagnose Depression mit Verve und einer satten Portion Selbstironie durch.
Der Standard

Text: Roman Blumenschein
Regie: Stefan Lasko
Volontärin: Leonie Semrau-Deutsch
Es spielt: Roman Blumenschein

Rechte bei Xango Cult

Das Projekt wird gefördert von: ZukunftsFonds der Republik Österreich, Otto Mauer Fonds, Wien Kultur Innere Stadt, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Foto: Barbara Pálffy

17. – 22. Oktober und 3. – 5. November 2022
um 19:30 Uhr

Es war der Wunsch, nicht im Alltäglichen dahinzuvegetieren, sondern an der Spitze zu stehen, wie ein Mann Verantwortung zu tragen und arbeiten zu können. 
Margarethe Ottillinger

Eine Frau als Vorstandsdirektorin – was auch heute noch eine Seltenheit ist, war es erst recht in den 50er Jahren. Eine außergewöhnliche Frau hat dies dennoch geschafft: Margarethe Ottillinger (1919–1992) war eine Pionierin der österreichischen Wirtschaftsgeschichte und zeitweise eine der mächtigsten Personen in der österreichischen Wirtschaft. Als eine der ersten Frauen hat sie an der Hochschule für Handelswissenschaften in Wien promoviert und dann schnell Karriere gemacht. Mit 28 Jahren wurde sie Sektionsleiterin im Planungsministerium und hat den österreichischen Marshallplan vorbereitet. Wegen falscher Spionageanschuldigungen kam sie sieben Jahre in einen russischen Gulag, was sie nur knapp überlebt hat. Nach ihrer Rückkehr aus Russland ging sie in die damalige ÖMV und war dort 25 Jahre Vorstandsdirektorin. Auf ihre Initiative und Hartnäckigkeit geht die Errichtung der Wotrubakirche in Liesing zurück.

Portraittheater zeichnet in dem Stück den außergewöhnlichen Werdegang und die besondere Lebensgeschichte einer Frau nach, die mit großer Entschlossenheit und Durchhaltevermögen ihr eigenes Leben und die wirtschaftlichen Geschicke Österreichs gesteuert hat.

Text: Sandra Schüddekopf, Anita Zieher mit Originalzitaten von Margarethe Ottillinger
Regie, Videos: Sandra Schüddekopf
Es spielt: Anita Zieher

Foto: Helena Wimmer

2., 5., 8. – 10., 12., 15., 17. – 19.
und 22. – 26. November 2022 um 20 Uhr

Sie können sich das Bild vorstellen, wie Sie wollen. Es kann das Bild eines älteren Paares sein, zweier Rentner oder das Bild zweier Teenager, fast noch Kinder oder, wenn Sie es wollen, auch zwei Menschen mittleren Alters. Es kann sich um eine Frau und eine Frau handeln oder um einen Mann und einen Mann oder um einen Mann und eine Frau ...

Zwei Menschen landen im Museum ganz zufällig vor demselben Gemälde. Ihre Körper, die ganz selbstverständlich den Choreographien der Ausstellungsräume gehorchen, teilen sich plötzlich einen kleinen Raum. Für einen Augenblick werden sie selber zum Bild. Und erzählen mögliche Geschichten. Von zwei Menschen, einem Paar, das sich ganz zufällig vor einem Gemälde stehend kennengelernt. Haben. Könnte. Vielleicht.

Anna Gschnitzer befreit in Fallen den kurzen Moment einer ungeplanten Begegnung aus seinem Raum-Zeit-Kontinuum und extrahiert damit die überwältigenden Kräfte des Vorstellbaren. Sie lädt ein, in diesen Augenblick rückwärts hinein zu fallen und lotet humorvoll seine potenziellen Entwicklungsmöglichkeiten und Ausgänge aus. Ihr Paar gehorcht dabei keinen linearen Kausalitäten. Es sucht sein eigenes Bild in den unterschiedlichsten Verhältnissen, morpht sich durch die Phasen der romantischen Liebe, der Karriereplanung, der Kolonialgeschichte und -gegenwart. Alles Verheißungsvolle kann schnell wieder sehr aussichtslos wirken. Und trotzdem gilt es die scheinbaren Sicherheiten in diesem Moment loszulassen, um gemeinsam fallen zu können.

Regie: Isabella Sedlak
Bühne, Kostüme: Sophie Baumgartner
Musik: Peter Plos
Video: Jakob Hütter
Regieassistenz: Juliane Aixner
Es spielen: Sonja Romei, Ingeborg Schwab, Tamara Semzov

Rechte bei Felix Bloch Erben Verlag, Berlin

Foto: Isabella Simon

16. – 19., 22. und 24. – 26. November 2022
um 19:30 Uhr

Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges

Das Wahrzeichen Österreichs ist ein kulinarisch eingebürgerter Diebstahl. Oswald Wiener zieht Parallelen: Das Schnitzel ist eigentlich wie der Wiener selbst, man kann alles unter einer Panier verstecken. Warum Schnitzelursprungsnarrative wie jenes vom Feldmarschall Radetzky und seinem Cotoletta Milanese oder die Herkunftsgeschichte aus dem alten Byzanz so heiß debattiert sind? Wann das Wiener Schnitzel zum Götzenbild geschmackloser Wahlsprüche populistischer Politik wurde? Wodurch es in unterschiedlichen Kontexten wie Klimakrise, Migration oder Kapitalismuskritik zu Religion und flachsiger, trockener, fader Weltanschauung mutiert? All diese Fragen werden in UFO / ultra fett original nicht beantwortet.

Die sakrale Räumlichkeit des Theater Drachengasse wird Schauplatz einer surrealen Schnitzelprozession, die den österreichischen Schnitzelfetischismus ad absurdum führt und von dessen Vor- und Nachgeschmack eingenommen. UFO / ultra fett original ist das Paniertsein an sich, der kollektive Verdauungsgang des unschuldigen Fleisches in seiner dreifaltigen Umhüllung: Mehl – Ei – Brösel.

Gottlose Messe, Modenschau, Aktionismus: Das Nachwuchstheater wirft seine Rauchbomben voraus. Die Wiener Formation ZAK lässt bei der Uraufführung im Theater Drachengasse erahnen, was am Theater noch alles möglich ist.  Es geht im Stück um das Wiener Schnitzel und seine Anbetung. Wie in einem Tanz ums Goldene Kalb wird die Freude am Frittierten feierlich, abgründig und trancehaft umkreist – die vier Performerinnen haben den Abend ordentlich hinpaniert.
Der Standard

Ein Projekt von Desi Bonato, Jessica Comis, Aurelia van Kempen, Eva Sommer

Foto: Antonia de la Luz Kašik

3., 6., 8. – 10. und 14. – 17. Dezember 2022
um 19.30 Uhr

Ihr 80. Geburtstag erscheint der gebrechlichen Bäuerin ganz und gar nicht als Anlass für großes Feiern. Gerät schon das von ihren beiden Kindern mit aller Vehemenz organisierte Fest zu einer Plage, so wird sie mehr noch von den ewig wiederkehrenden Fragen der Tochter über ihre Vergangenheit gepeinigt. Ist die Wahrheit wirklich immer zumutbar?

Ein Monolog, dem die großartige Doris Weiner ein scharfes Profil verlieh. Aber auch die Regisseurin hat den atemraubenden – nicht zu verwechseln mit atemberaubenden! – Text, bei dem einem Hören und Sehen vergehen kann und der dennoch in einer sehr einfachen Sprache gehalten ist, großartig umgesetzt.
European Cultural News

Regie: Azelia Opak
Dramaturgie: Andrea Zaiser
Klavier: Caroline Baas
Es spielt: Doris Weiner

Rechte bei Karl Mahnke Theaterverlag, Berlin

Foto: Andrea Klem

16. Jänner – 4. Februar 2023
Di-Sa um 20 Uhr

Der Wechsel ist genau wie die Pubertät, man schwitzt, kriegt Haare an Stellen, wo vorher keine waren, wird moppelig, stellt sich komplett in Frage, mit dem Ergebnis, dass man danach eine tolle Frau ist!

Amanda versteht die Welt nicht mehr. Warum wird das Klimakterium gleichgesetzt mit Leid, Verwesung und Verdammnis? Wieso soll einen die Menopause entweiblichen oder entsexualisieren?
Mit voller Wucht und Wortwitz attackiert die fünfzigjährige Lebens-Kamikazin Amanda das Stigma “Frau im Wechsel”, zerrt es aus dem Verdrängungsjenseits, um es zu zerschmettern und endlich die grandiosen Vorteile dieser weiblichen Umbruchsphase zu beleuchten.

Sie nimmt uns mit auf eine wilde Forschungsreise durch sämtliche Wechselgebiete, und empört sich, dass die wenigsten Frauen überhaupt wissen, was Klimakterium genau bedeutet. Sie ärgert sich über die mangelnde Frauengesundheitsforschung in diesem Bereich und sie fragt sich, wieso es heute ein Skandal ist, wenn man so alt aussieht wie man ist, und sich Frauen im Klimakterium plötzlich “unfuckable” fühlen.

Mit heißen Fakten, schrägem Humor und frechen Songs soll F*ing Hot! Frauen dazu ermutigen, das Klimakterium und sich selbst mit einem neuen Blick zu sehen, einem weiblichen, positiven. Amanda sieht in den Wechseljahren mehr Lust, mehr Erfahrung, mehr Wissen, mehr Können, mehr Freiheit. Für sie sind Frauen im Klimakterium Heldinnen!

Regie: Christina Bangert
Bühne, Kostüme: Ágnes Hamvas
Musik: Lonesome Andi Haller Band
Choreografie: Peter Beil
Regieassistenz: Antonia Luka Gottwald
Es spielt: Grischka Voss

Rechte bei Grischka Voss

23., 25. – 28., 31. Jänner und 1. – 4. Februar 2023
um 19:30 Uhr

Eine Strafkolonie auf einem Gletscher, fernab der Zivilisation. Eine Zelle, ein Fenster, drei Gefangene: Warren, Salty, Sid. Das Klima im Raum – und damit auch ihr Überleben – wird durch eine Anlage gesteuert, welche die gegenwärtige soziale Kälte oder Wärme in der Außenwelt als tatsächliche Temperatur in den Raum leitet. Trotz aller Risiken wagen die drei die Flucht, um als handelnde Menschen in die Wirklichkeit zurückzufinden: Sie kämpfen sich durch eine Wüste aus Eis, an deren Ende ein Schatz vergraben sein soll …
Polar ist ein Ausbruchsversuch, die vielleicht wirklich letzte Expedition. Was bleibt uns, wenn im eisigen Wind alles verweht? Wenn wir auf Fernwärme nicht mehr vertrauen können?
Was bringt uns Erlösung – die Liebe, die Gewalt, das Geld?

Aufgrund der innovativen Sprachrhythmik, der hochpoetischen Bilder des Textes, denen die Spieler*innen eine feine Komik verleihen, ohne jemals die Ernsthaftigkeit des Gesagten zu verraten, oder der mitschwingenden Bedrohlichkeit zu entgleiten und aufgrund der Klarheit der Regie in Zeichensetzung, formaler Umsetzung und Rhythmik, die diese dystopische Atmosphäre einer geschlossenen Gesellschaft im Eis ohne Betroffenheit aber mit großem Geheimnis kreiert, hat sich die Jury für den Entwurf von Polar entschieden, da er neugierig macht, in welche Gefilde diese Expedition im Eis in einer abendfüllenden Variante noch vordringen wird.
Jurybegründung für die Verleihung des Jurypreis 2022 an Polar

Regie: Pablo Lawall
Bühne, Kostüm: Selma Lindgren
Mit: Eren Kavukoğlu, Magdalena Lermer, Luc Schneider

Rechte bei Felix Bloch Erben Verlag, Berlin

Das Projekt wir gefördert von Wien Kultur Innere Stadt

Foto: Barbara Pálffy

13. – 25. Februar 2023
Di-Sa um 19:30 Uhr

I’ve been here since 1922. Yes, stationed here July 4th – American Independence Day – funny that. The irony is not lost on me, believe you me. I shall be your superior officer for a while, but don’t worry, I’m not one to pull rank. We do this polishing duty for one hour each day. The rest of the time we shuffle and look crazed. They prefer it that way.

Set in 1920’s England, Airswimming is based on the true story of two women (Miss Kitson and Miss Baker), who have been incarcerated in a hospital for the ‘criminally insane’ for not conforming to society’s rules. Forgotten by their families, who put them there, and not released until the 1970’s, Dora and Persephone adopt alter-egos, Dorph and Porph, to enact their fantasies and survive the silence of incarceration. By turns very funny and moving, against a backdrop of Doris Day’s beautiful songs, Airswimming reminds us of the women of these generations and their continuous struggle for the right to make choices about their own lives.

Admirably clear and unsentimental – trips the light fantastic … effortlessly gliding from the desperately funny to the desperately sad.
The Guardian

Charlotte Jones's play is as funny as it is chilling…intelligent and witty dialogue.
British Theatre Guide

Starring, directed by: Jacqueline Braun, Joanna Godwin-Seidl
Set: Laura D. Mitchell
Production: Ine Gundersveen, Gernot Ottowitz, Thomas Schluet, Dave Moskin

Performance licence: Casarotto Ramsay & Associates

6. März – 1. April 2023
Di-Sa um 20 Uhr

ich kenn mich nicht aus mit der zeit.
ich auch nicht.
vielleicht kommt das erst.
schwer zu sagen.
was denn.
alles.

Die Göttinnen sind unsicher. Was ist zu tun angesichts des Zustandes der Welt? Wie wird sie zu Ende gehen, wie hat sie überhaupt begonnen? Auch die Erde ist unsicher, hat sie noch 3,5 Milliarden Jahre oder nur noch vier Stunden? Kann Jens als Vertreter der patriarchalen Menschen Licht in dieses Dunkel bringen? Sollten die Göttinnen das Böse aus der Welt nehmen?

In Gott ist drei Frauen entwirft Miru Miroslava Svolikova eine Art modernes Mysterienspiel, das nicht zuletzt das Erzählen selbst humorvoll zum Thema macht.

Regie: Sandra Schüddekopf
Bühne, Kostüme: Lisa Horvath

Rechte bei Suhrkamp Theater Verlag, Berlin

21., 23., 25., 28., 29. und 31. März 2023
um 19:30 Uhr

Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges

Zwei Superheld*innen stellen sich große Fragen und finden keine Antwort. Sie suchen. Sie befragen tote Physiker zur Weltformel und sich selbst zu nichts geringerem als dem Sinn des Lebens – kleiner ging es leider nicht.

Wie ist das denn jetzt mit diesen Superkräften? Verpflichten die uns wirklich dazu, sie ständig einzusetzen? Und dann auch noch für andere? Für das allgemeine Gut? Könnte man nicht auch mal an sich selbst denken? Oder ganz anders: Könnte man sie auch einfach mal nicht einsetzen und ganz normal sein? Normal, aber super? Sozusagen super-normal? Oder ist man dann schon super-böse? Und wäre das wirklich so schlimm?

Ein humorvoll-schräges Performance-Duett über die großen Fragen auf der Welt, zwischen Unsichtbarkeit und Offensichtlichkeit. Ein schwereloser Abend über Bodenhaftung, Verantwortung, Superkräfte und die Suche nach dem Sinn.

Physik und Mathematik waren nie so schön wie bei der Premiere von Fliegen ist die beste Superkraft! im Theater Drachengasse. Luftikus Supermans zum Flattern gebrachter roter Umhang ist einer der schönsten und erhebendsten Anblicke des konzisen Abends. Tolle 70 Minuten.
Der Standard

Ein wunderbar schwereloser Abend mit Tiefgang.
Falter

Text, Regie, Performance: Gesa Bering, Stephan Dorn
Dramaturgie: Benedikt Grubel
Ausstattung: Mira König

Mit ihrem Projekt Der Anti-Storch gewannen Dorn ° Bering den Jurypreis und den Publikumspreis des Nachwuchswettbewerbs 2018.

Foto: Barbara Pálffy

2. – 31. Mai 2023
Di-Sa um 20 Uhr

Ob Achilles gegen Hektor, Elizabeth gegen Mary, Leibniz gegen Newton oder Diana gegen Camilla: Feindschaft scheint eines der ältesten Konzepte menschlichen Miteinanders zu sein. Aber was ist noch sportliche Gegnerschaft und produktive Konkurrenz, was schon destruktive Todfeindschaft und ideologische Akquise? Und überhaupt: Ist es sinnlos siegen zu wollen?

In der neuesten Stückentwicklung wagt YZMA Theaterkollektiv eine Mutation. In neuer Kompetenzverteilung wird der Frage nach dem Nutzen von Feindschaften nachgegangen.

Das Dickicht des Kalten Kriegs durchwandernd werden Kieselsteine aufgeklaubt, um sie in die Maschinerie der Feindbildproduktion zu werfen. Dabei wird niemand Geringeres als die Kriegsmaschine selbst zum Duell herausgefordert. In Gestalt einer Partie Schach. Mit unlauteren Mitteln – siegend. Denn schlussendlich kann vielleicht nur die Sabotage die kriegstreiberischen Kräfte aus dem Schatten jagen.

Regie: Florian Haslinger
Text: Milena Michalek und Ensemble
Bühne, Kostüme: Andrea Simeon
Musik: Karl Börner
Regieassistenz: Juliane Aixner
Es spielen: Suse Lichtenberger, Michaela Schausberger, Johanna Wolff

Rechte bei YZMA Theaterkollektiv

22., 24., 25., 30., 31. Mai, 1. – 3., 6. und 7. Juni 2023 um 19:30 Uhr

Wir führen Krieg gegen unsere Kinder. Und wir gewinnen ihn.
Lawrence J. Kotlikoff

Während die Jüngeren ihr Vertrauen in die Zukunft mehr und mehr verlieren, lassen klimapolitische Durchbrüche weiter auf sich warten. Im Gefolge der Pandemie explodieren die Staatsschulden. Im Rentensystem bleibt alles beim Alten. Auf dem Lande grüßt täglich das Funkloch.
Johannes Müller-Salo – Offene Rechnungen

Es geht um Geld. Um viel Geld. Angesichts der Kosten für eine Trendwende bei den CO2-Emissionen und der klaffenden Löcher in der Finanzierung künftiger Pensionen stellt sich die Frage nach einem gerechten Lastenausgleich zwischen den Generationen. Wenn Schulden gemacht werden auf Kosten der Jüngeren, sollte es dann nicht verbindliche Investitionsquoten für Bildung, Digitalisierung und klimafreundliche Technologien geben?
Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut, skandieren die engagierten Jungen. Wenn nur die Zukunft thematisiert wird, bleibt die Frage, wer die Kosten für den Mehrverbrauch in der Vergangenheit übernimmt, für die Älteren angenehm ungestellt.
Ist das gerecht? Wäre es nicht an der Zeit für eine Auseinandersetzung zwischen den Generationen um die Finanzierung der Zukunft und der Lasten der Vergangenheit?

Wir laden junge Theatermacher*innen ein, Konzepte für Kurzprojekte zum Thema einzureichen. Die drei spannendsten Projekte/Gruppen erhalten 6.000 €, die Gelegenheit, drei Wochen im Theater Drachengasse zu proben und anschließend ihre Arbeiten an 10 Tagen zu präsentieren.

Die Gewinner*innen des Wettbewerbs werden über Juryentscheid bzw. Publikumsabstimmung ermittelt. Der Jurypreis beträgt 10.000 €, zur Verfügung gestellt vom Theater Drachengasse für die weitere Ausarbeitung des Projektes. Die Drachengasse stellt Bar&Co samt Infrastruktur für die Produktion in der darauffolgenden Saison zur Verfügung. Der Publikumspreis beträgt 1.000 €.

Wir bieten: 6.000 € Budget pro realisiertem Projekt (beinhaltet Projektentwicklung und 10 Spieltage). Wir bitten, dass die Teamgröße dem vorhandenen Budget angemessen ist.
Proberaum für 3 Wochen
Bühne: 3,5 x 5 m, technische Grundausstattung vorhanden
PR, Werbung, Marketing
dramaturgische Betreuung

Projektbeschreibung: Dauer: 20 Minuten. Bitte keine Monologe!
Abgesehen vom allgemeinen Thema DIE GESTOHLENE ZUKUNFT keine inhaltlichen Vorgaben.
Teilnehmer*innen: Theaterkünstler*innen in Ausbildung oder am Beginn ihrer Berufslaufbahn.
Fokus auf Text, Schauspiel und Regie (minimale bühnentechnische Anforderungen).
Unterlagen: Name und Kontakt der Gruppe, Projektbeschreibung (maximal 1 Seite), Info über Mitwirkende (Name, Alter, Kurzbiografien inkl. Ausbildung)

Projektvorschläge sind bis 3. November 2022 zu richten an:
newcomer@drachengasse.at
oder per Post an
Theater Drachengasse, 1010 Wien, Fleischmarkt 22, Kennwort: Newcomer

Spielplan Januar 2022