Theater Drachengasse  Bar&Co
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Nachwuchswettbewerb 2018

Narziss, du Opfer!

Bar&Co
28. Mai – 16. Juni 2018, Di-Sa um 20 Uhr

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Grafik: Köhler WD

 
Grafik: Köhler WD  







































 

Die Finalist*innen

Das Motto des elften Nachwuchswettbewerbs Narziss, du Opfer! ist auf sehr großes Interesse gestoßen. Es haben 93 Gruppen ihre Projekte eingereicht. Die Teilnehmer*innen kommen vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Nach drei Tagen intensiver Hearings, zu denen dreizehn Gruppen eingeladen waren, stehen jetzt die Finalist*innen fest. Ausgewählt wurden vier Projekte, die uns durch einen klaren inhaltlichen Fokus und eine schlüssige theatralische Umsetzung überzeugen konnten.

  • Dorn ° Bering

Der Anti-Storch

Der Waldrapp ist ein grottenhässlicher Vogel. Wo ein Waldrapp auf dem Dach sitzt, brennt das Haus. Wo er auf dem Feld nach Würmern sucht, wächst kein Halm mehr. Wo er ins Fenster guckt, stirbt das erstgeborene Kind – so dachte man über ihn. Hat diese Rhetorik es leichter gemacht, ihn auszurotten? Können wir auf Hässlichkeit verzichten? Ist die Frage nach der Moral (auch) eine ästhetische? In einem theatralen Essay begeben sich Dorn ° Bering auf die Suche nach der Ästhetik unserer guten Vorsätze.

  • Johanna Mitulla, Florian Ronc
    Mit: Georg Bütow
    Cinema Perverso

In Cinema Perverso wirft eine Generation den Blick auf sich selbst, um von zermürbenden Beziehungen, unerreichten Bildungszielen, falschen Freunden, Psychotherapien und Karies, kurzum von der großen Überforderung zu erzählen. Sie stellen sich dar und sehen sich dargestellt, verlieren den Überblick trotz aller Coolness und suchen zwischen allen Rettungs- und Rechtfertigungsversuchen, dem Ärger, der Wut, der Lächerlichkeit und der Scham nach Ehrlichkeit und bedingungsloser Nähe.

  • Bérénice Hebenstreit, Josefine Knauschner, Mira König
    Pech gehabt, Marie!

Ist der Erzählung der EU als Bollwerk gegen den Nationalismus, als symbolischem Raum des Friedens, der Mobilität und Freiheit noch zu trauen? Ist eine solidarische Praxis innerhalb des neoliberal organisierten Wirtschaftsraums überhaupt möglich? Oder ist das alles ein romantisches Märchen? Frau Holle schüttet ihre Gaben aus. Und Hebenstreit, Knauschner und König hinterfragen, ob zur Goldmarie nur die wird, die sich marktkonform und willfährig allen Zumutungen unterwirft.

  • Valerie Voigt-Firon, Matthias Köhler, Thomas Garvie
    Allesleut
    Bye bye baby balloon

Zurück zur Mitte. Oder was halt jetzt die Mitte ist – da sagt man was – ja, da sagt man auch halt schnell was daher“

Als Einzelner hat man so gut wie verloren. Privat als auch wirtschaftlich und politisch sowieso. Und so machen die Allesleut das Gekränkt-Sein zum gemeinsamen Nenner, finden sich im Frust und in der Enttäuschung über ein System, das sie vernachlässigt und ausgelassen hat, blasen sich auf in der Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ein Wohlgefallen am großen Riss?

Die ausgewählten 20-Minuten-Projekte werden 3 Wochen in der Bar&Co zu sehen sein (Premiere: 28. Mai 2018). Den Gruppen steht in der Probenphase die Regisseurin Katharina Schwarz als Coach zur Seite. Es gibt zwei Preise zu gewinnen: den Publikumspreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, sowie den Jurypreis. Jenes Stück, das die Jury (Esther Holland-Merten, WUK Wien, Veronika Steinböck, KosmosTheater Wien und Wolfgang Kralicek, Kuratorium der Stadt Wien) zum Sieger kürt, erhält 5.000 Euro von der Kulturabteilung des Magistrats der Stadt Wien für die weitere Ausarbeitung des Projekts in der folgenden Saison.


Das Resümee und die Statistik zu den Einreichungen gibt es hier zum Downloaden.

Ausschreibung

Resümee

Statistik
 



 

 

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