ARBEITEN? ICH WILL MICH DOCH NICHT VERSCHLECHTERN*

  • *Arno Dübel, Deutschlands frechster Arbeitsloser
  • FINALE NACHWUCHSWETTBEWERB 2026
  • Bar&Co
  • 18., 20., 21., 22., 26., 27., 29., 30. Mai; 1. und 2. Juni 2026 um 20 Uhr
    Keine Vorstellungen am 19., 23., 28. Mai 2026

In zehn Vorstellungen sind die vier fürs Finale ausgewählten Kurzstücke nacheinander zu sehen.

DIE FINALIST:INNEN

SLEEPING BEAUTY
Ein Bett. Zwei Körper. Kein Aufstehen.
Eine Erzählung von Müttern, von Schlaf, der keiner war.
Ausgehend vom Märchen Sonne, Mond und Talia untersucht Sleeping Beauty das westliche Schreckensbild des „faulen migrantischen Körpers“. Zwischen Care-Arbeit, Erschöpfung und Dekadenz entsteht ein Zustand nach der Arbeit. Wer darf sich ausruhen – und wessen Müdigkeit gilt als Beweis der Faulheit?

Ein Projekt von Julia Gudi, Dominika Hebel, Daniel Krimsky

DAS WESEN DER ARBEIT, EIN WEINENDER STEIN
Es ist Nacht. Wie befinden uns in einem Betrieb für Materialprüfung. In der Mitte ein großer Stein, über den Wasser rinnt. Drei Angestellte lesen einander eigene Gedichte vor, über ihr Leben in der Arbeit. Als herauskommt, dass die Abteilung stillgelegt wird, stellen sich Fragen nach Solidarität, Schuld, dem Wert der Arbeit und der Roller der Dichtung.
Als unsere Mütter so alt waren wie wir, gab man ihnen ein Versprechen: Wenn sie nur hart genug arbeiten, würden sie zu Wohlstand kommen. Uns sagt man: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.

Ein Projekt von Adele Bauer, Niklas Draeger, Lara Freimuth, Antonia Grahmann, David Jakob Hirmer, Allegra Kortlang, Anna Philippa Müller, Nikolay Sidorenko, Lukas Stipar

IHR WERDET VIELLEICHT SAGEN, ES IST EINE KLEINE WELT, ABER NICHT, WENN MAN SIE SAUBER MACHEN SOLL.¹
Wir betreten ein Forschungs- und Archivzentrum zu Beginn des 22. Jahrhunderts. Wachstum und Optimierung gelten als höchste Instanz, Stillstand als Systemfehler. Zwei menschlich anmutende Figuren gehen hier ihren Aufgaben nach: dem Verarbeiten und Archivieren arbeitsbezogener Daten. Bis unerwartet ein menschlicher Körper auftaucht, unproduktiv und dennoch präsent. Seine Existenz konfrontiert die Figuren mit einer Vielfalt an menschlichen Erfahrungen und verschiebt die bestehenden Verhältnisse.

¹ Die Angestellten, Olga Ravn

Ein Projekt von Coco Brell, Julian Gutmann, Nike Hartmond, Leah Luna Winzely, Pia Zimmermann

ABSTIEG APER
Es ist Winter, doch der Berg ist aper. Die Zahl der Arbeitslosen erreicht immer höhere Gipfel. Auch M. ist arbeitslos und muss in dieses Arbeitsamt, das man nur mit einer Seilbahn erreichen kann. In der Bergstation erinnert noch manches an eine schneereiche Vergangenheit. Hier arbeitet A.; sein ganzes Leben lang schon. Doch an was?
Am Gipfel der Arbeitslosigkeit treffen zwei Personen aufeinander: eine aus dem Tal und einer von oben. Können sie einander verstehen? Der Anstieg war möglich, aber der Abstieg?

Ein Projekt von Vivienne Causemann, Julius Florin, Monika Kovačević, Nikiforos Papadoudis, Lukas Schöppl, Rupert Wimmer, NN

Der diesjährige Jurypreis wird von Anna Horn (Künstlerische Leiterin Dschungel Wien), Franz-Xaver Mayr (Regisseur, Jurypreis-Gewinner 2016) und Martin Thomas Pesl (Kurator für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien) vergeben werden.

Ausschreibung Nachwuchswettbewerb 2026

Statistik Teilnehmer:innen

Resümee

Spielplan Januar 2022